Bei einer Dysarthrie ist das Sprechen selbst gestört. Die Ursache liegt nicht im Denken oder im Verstehen, sondern in den Bewegungen, die für das Sprechen nötig sind. Die Muskeln für Lippen, Zunge, Gaumen oder Atmung arbeiten nicht richtig zusammen.
Das kann verschiedene Gründe haben, zum Beispiel:
Manche Menschen sprechen nur etwas undeutlich, bei anderen ist das Gesprochene kaum verständlich. Jede Dysarthrie ist anders – je nachdem, welche Muskeln betroffen sind.
Bei einer Dysarthrophonie ist neben dem Sprechen auch die Stimme betroffen. Die Betroffenen klingen zum Beispiel heiser, leise oder rau. Man spricht also nicht von „Dysarthrie mit Dysphonie“, sondern von Dysarthrophonie, wenn beides zusammen auftritt.
Ein typisches Beispiel sind Menschen mit Morbus Parkinson. Im Verlauf der Krankheit wird die Stimme oft leiser, und die Aussprache kann undeutlicher werden. Dadurch wird das Sprechen für Betroffene und Zuhörende anstrengend und manchmal sehr schwierig.
Egal ob nach einem Schlaganfall oder bei einer fortschreitenden Erkrankung wie Parkinson – frühe logopädische Therapie kann helfen, die Verständlichkeit und Lebensqualität zu verbessern.
In der Therapie lernen Betroffene:
Wenn das Sprechen sehr schwer bleibt, kann eine Unterstützte Kommunikation helfen – zum Beispiel mit Symbolkarten, Apps oder technischen Hilfsmitteln. Wir beraten Sie gerne, welche Möglichkeiten zu Ihnen passen.