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Kognitive Dysphasie

Kognitive Dysphasie: Wenn Denken und Sprache zusammen schwerfallen

Eine kognitive Dysphasie ist – anders als eine Aphasie – keine reine Sprachstörung. Das Sprachvermögen ist hier eingeschränkt, weil andere Denkfunktionen nachlassen. Dazu gehören zum Beispiel Aufmerksamkeit, Gedächtnis oder die Fähigkeit, Handlungen zu planen.

Kognitive Dysphasien treten häufig im Rahmen von demenziellen Erkrankungen auf. Es gibt viele verschiedene Formen von Demenz. Manche entwickeln sich langsam und fortschreitend, andere können sich sogar wieder bessern. Welche Form vorliegt, muss immer ärztlich geklärt werden.

Was bedeutet das für die Therapie?

Bei einer kognitiven Dysphasie liegt der Schwerpunkt der Behandlung oft nicht auf einer klassischen Verbesserung der Sprache. Stattdessen geht es vor allem darum:

  • den Alltag zu erleichtern
  • das Umfeld sinnvoll anzupassen
  • die Selbstständigkeit so lange wie möglich zu erhalten
  • und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen

Trotzdem ist Therapie sehr wichtig. Durch gezielte Übungen können Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Orientierung unterstützt werden – und damit auch die sprachlichen Fähigkeiten.

Warum eine genaue Diagnose so wichtig ist

Menschen mit dem Verdacht auf eine kognitive Dysphasie sollten möglichst in einer Memory Clinic vorgestellt werden. Dort arbeiten Fachärzt*innen und Therapeut*innen zusammen, um herauszufinden:

  • Welche Form der Demenz liegt vor?
  • Welche Bereiche sind betroffen?
  • Welche Unterstützung ist sinnvoll?

Nur mit dieser Diagnose kann eine logopädische Therapie gezielt geplant werden.

Manchmal können Symptome auch durch andere, reversible Ursachen entstehen – zum Beispiel Stoffwechselstörungen, Infektionen oder Nebenwirkungen von Medikamenten.
Deshalb gehört immer eine gründliche medizinische Untersuchung dazu.

Wenn Therapie an Grenzen stößt

Im fortgeschrittenen Stadium einer demenziellen Erkrankung kann es passieren, dass eine Therapie nicht mehr möglich ist. Zum Beispiel wenn:

• keine sichere Kontaktaufnahme mehr gelingt
• starke Ängste auftreten
• Betroffene wiederholt ablehnend oder aggressiv reagieren

In solchen Situationen stehen dann vor allem Angehörigenberatung und Unterstützung im Umgang mit der Erkrankung im Vordergrund.

Weitere mögliche Symptome

Im Verlauf vieler demenzieller Erkrankungen treten häufig auch Schluckstörungen (Dysphagie) auf.
Auch hierfür gibt es logopädische Behandlungsmöglichkeiten. Wir beraten Sie gern individuell, welche Unterstützung sinnvoll ist.

Wir helfen Ihnen weiter!

Zögern Sie nicht uns anzurufen oder zu schreiben und nach einem Termin zu fragen, egal ob zu Hause oder in einer unserer Praxen. Wir tun unser Bestes eine Möglichkeit für Sie zu finden.