Eine Trachealkanüle ist ein kleines Röhrchen, das nach einem Luftröhrenschnitt eingesetzt wird. Viele Menschen kennen diesen Begriff nicht, deshalb erklären wir hier Schritt für Schritt, worum es geht.
Es gibt viele verschiedene Kanülen – sie unterscheiden sich in Größe, Form und Funktion. Wofür sie eingesetzt werden, hängt von der Situation der betroffenen Person ab.
Eine Trachealkanüle kann mehrere Aufgaben haben:
In vielen Fällen wird eine Kanüle gelegt, weil ein Mensch länger beatmet werden muss – zum Beispiel nach schweren Erkrankungen oder langen Aufenthalten auf der Intensivstation.
Zu Beginn werden die meisten Patient*innen auf der Intensivstation intubiert. Das bedeutet: Ein Beatmungsschlauch wird über den Mund in die Luftröhre eingeführt.
Täglich wird dann geprüft, ob die Beatmung reduziert und schließlich beendet werden kann. Wenn es trotz aller Bemühungen nicht gelingt, die Person von der Beatmung zu lösen (das nennt man Weaning), wird oft ein Luftröhrenschnitt durchgeführt.
Durch diese Öffnung wird anschließend die Trachealkanüle eingesetzt. Sie ermöglicht:
Eine Trachealkanüle bedeutet immer auch Veränderungen im Alltag:
Solange die Luft nicht über Mund und Nase strömt, kann keine Stimme entstehen. Viele Patient*innen sind wach und möchten kommunizieren, können aber ohne spezielle Hilfen nicht sprechen.
Viele Betroffene dürfen mit einer Trachealkanüle zunächst nichts oral essen oder trinken. Das hat wichtige medizinische Gründe, die wir im Einzelfall ausführlich erklären.
Unsere Aufgabe im Trachealkanülenmanagement ist:
Dieser Prozess erfordert viel Erfahrung, da jeder Mensch andere Voraussetzungen und Belastungen mitbringt.
Wir bitten um Verständnis, dass wir für diesen spezialisierten Bereich nur begrenzte Therapieplätze anbieten können. Das Trachealkanülenmanagement erfordert besondere Kenntnisse und Erfahrung, um Ihnen stets die bestmögliche Behandlung anbieten zu können.
Seit 2025 ist Herr Clemens nach dem aktuell gültigen Curriculum der Deutschen Gesellschaft für Dysphagie zertifiziert im Trachealkanülenmanagement.