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Trachealkanülenmanagement

Trachealkanülenmanagement: Was bedeutet das eigentlich?

Eine Trachealkanüle ist ein kleines Röhrchen, das nach einem Luftröhrenschnitt eingesetzt wird. Viele Menschen kennen diesen Begriff nicht, deshalb erklären wir hier Schritt für Schritt, worum es geht.

Es gibt viele verschiedene Kanülen – sie unterscheiden sich in Größe, Form und Funktion. Wofür sie eingesetzt werden, hängt von der Situation der betroffenen Person ab.

Warum braucht man eine Trachealkanüle?

Eine Trachealkanüle kann mehrere Aufgaben haben:

  • Unterstützung bei langfristiger Beatmung
  • Schutz vor bzw. Verringerung von Aspiration (Eindringen von Nahrung und/oder Speichel in die unteren Atemwege)
  • Schutz vor möglichen Blutungen nach großen Operationen
  • Stabilisierung der Luftröhre (selten)

In vielen Fällen wird eine Kanüle gelegt, weil ein Mensch länger beatmet werden muss – zum Beispiel nach schweren Erkrankungen oder langen Aufenthalten auf der Intensivstation.

Wie kommt es zur Anlage einer Trachealkanüle?

Zu Beginn werden die meisten Patient*innen auf der Intensivstation intubiert. Das bedeutet: Ein Beatmungsschlauch wird über den Mund in die Luftröhre eingeführt.

Täglich wird dann geprüft, ob die Beatmung reduziert und schließlich beendet werden kann. Wenn es trotz aller Bemühungen nicht gelingt, die Person von der Beatmung zu lösen (das nennt man Weaning), wird oft ein Luftröhrenschnitt durchgeführt.

Durch diese Öffnung wird anschließend die Trachealkanüle eingesetzt. Sie ermöglicht:

  • Beatmung
  • besseren Schutz der Atemwege
  • eine oft deutlich angenehmere Situation für die Betroffenen im Vergleich zum Schlauch im Mund

Welche Einschränkungen bringt eine Trachealkanüle mit sich?

Eine Trachealkanüle bedeutet immer auch Veränderungen im Alltag:

1. Sprechen ist meistens nicht möglich

Solange die Luft nicht über Mund und Nase strömt, kann keine Stimme entstehen. Viele Patient*innen sind wach und möchten kommunizieren, können aber ohne spezielle Hilfen nicht sprechen.

2. Essen und Trinken sind oft nicht erlaubt

Viele Betroffene dürfen mit einer Trachealkanüle zunächst nichts oral essen oder trinken. Das hat wichtige medizinische Gründe, die wir im Einzelfall ausführlich erklären.

Was machen wir in der Therapie?

Unsere Aufgabe im Trachealkanülenmanagement ist:

  • die Versorgung der Kanüle zu optimieren
  • die Situation regelmäßig zu überprüfen
  • und die Betroffenen Schritt für Schritt von der Trachealkanüle zu entwöhnen, wenn dies möglich ist

Dieser Prozess erfordert viel Erfahrung, da jeder Mensch andere Voraussetzungen und Belastungen mitbringt.

Wichtige Information

Wir bitten um Verständnis, dass wir für diesen spezialisierten Bereich nur begrenzte Therapieplätze anbieten können. Das Trachealkanülenmanagement erfordert besondere Kenntnisse und Erfahrung, um Ihnen stets die bestmögliche Behandlung anbieten zu können.

Seit 2025 ist Herr Clemens nach dem aktuell gültigen Curriculum der Deutschen Gesellschaft für Dysphagie zertifiziert im Trachealkanülenmanagement.

Wir helfen Ihnen weiter!

Zögern Sie nicht uns anzurufen oder zu schreiben und nach einem Termin zu fragen, egal ob zu Hause oder in einer unserer Praxen. Wir tun unser Bestes eine Möglichkeit für Sie zu finden.