Unterstützte Kommunikation bedeutet:
Menschen bekommen Hilfsmittel, die ihnen helfen zu kommunizieren – zusätzlich zur Lautsprache oder als Ersatz dafür.
Diese Hilfsmittel sind sehr unterschiedlich und werden immer individuell ausgewählt. Sie sollen Betroffenen ermöglichen, sich mitzuteilen, Bedürfnisse zu äußern und aktiv am Alltag teilzunehmen.
Unterstützte Kommunikation hilft:
Die Ursachen können sehr verschieden sein – zum Beispiel neurologische Erkrankungen, Entwicklungsstörungen, Schlaganfälle oder Muskelerkrankungen.
Die Möglichkeiten reichen von sehr einfachen Zeichen bis hin zu komplexen Sprachcomputern.
GUK wird vor allem bei kleinen Kindern eingesetzt, wenn die Lautsprache nur langsam entsteht oder eingeschränkt ist.
Beispiele:
Gute Erfolge erzielt man mit GUK z.B. bei Kindern mit Trisomie 21 und fördert damit effektiv deren Selbstständigkeit.
Die Gebärden erleichtern das Verstehen und ermöglichen den Kindern, sich schon früh mitzuteilen – auch ohne Worte. Zudem unterstützen die Gebärden den Aufbau eines Sprachsystems und sind somit ganz klar förderlich für die Sprachentwicklung. Viele Angehörige und auch Ärzt*innen befürchten, dass durch die Gebärden eine verbale Sprache weniger genutzt werden würde, dies entspricht jedoch nicht den Erfahrungen oder Ergebnissen entsprechender Studien.
Wenn Gebärden nicht möglich sind, zum Beispiel wegen motorischer Einschränkungen, helfen elektronische Hilfsmittel.
Diese Geräte können sehr unterschiedlich sein:
So können Betroffene ihre Wünsche, Gedanken und Bedürfnisse klar ausdrücken.
Auch Erwachsene können die Fähigkeit zum verständlichen Sprechen verlieren – zum Beispiel:
Bei ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) lassen die Muskelkräfte nach – auch im Gesicht und Mundbereich – während die Denkfähigkeit meist vollständig erhalten bleibt.
Hier kann ein Sprachcomputer sehr wichtig sein. Wenn auch die Hände geschwächt sind, gibt es Geräte mit Augensteuerung, die allein durch Blickbewegungen bedient werden.
So bleibt Kommunikation möglich, auch wenn das Sprechen unmöglich wird.
Wir helfen Ihnen:
Durch unsere lange Erfahrung können wir zu einer möglichst zeitnahen Versorgung beitragen. Leider benötigt die Genehmigung durch die jeweilige Krankenkasse oft 2-3 Monate, da es sich immer um Einzelfallprüfungen handelt. Aus diesem Grund kümmern wir uns in der Regel frühzeitig um die Beantragung.