Logo der Praxis für Sprachtherapie Clemens – helle Version

Unterstützte Kommunikation

Unterstützte Kommunikation: Wenn Sprechen schwerfällt

Unterstützte Kommunikation bedeutet:
Menschen bekommen Hilfsmittel, die ihnen helfen zu kommunizieren – zusätzlich zur Lautsprache oder als Ersatz dafür.

Diese Hilfsmittel sind sehr unterschiedlich und werden immer individuell ausgewählt. Sie sollen Betroffenen ermöglichen, sich mitzuteilen, Bedürfnisse zu äußern und aktiv am Alltag teilzunehmen.

Für wen ist Unterstützte Kommunikation gedacht?

Unterstützte Kommunikation hilft:

  • Kindern, die nur schwer oder gar nicht sprechen lernen können
  • Jugendlichen und Erwachsenen mit angeborenen oder erworbenen Einschränkungen
  • Erwachsenen, die durch eine Erkrankung ihre Sprache verlieren oder stark eingeschränkt sind

Die Ursachen können sehr verschieden sein – zum Beispiel neurologische Erkrankungen, Entwicklungsstörungen, Schlaganfälle oder Muskelerkrankungen.

Welche Hilfsmittel gibt es?

Die Möglichkeiten reichen von sehr einfachen Zeichen bis hin zu komplexen Sprachcomputern.

1. Gebärdenunterstützte Kommunikation (GUK)

GUK wird vor allem bei kleinen Kindern eingesetzt, wenn die Lautsprache nur langsam entsteht oder eingeschränkt ist.

Beispiele:

  • erste Gebärden für „essen“, „trinken“, „Mama“, „spielen“
  • einfache Handbewegungen, die Wörter unterstützen

Gute Erfolge erzielt man mit GUK z.B. bei Kindern mit Trisomie 21 und fördert damit effektiv deren Selbstständigkeit.

Die Gebärden erleichtern das Verstehen und ermöglichen den Kindern, sich schon früh mitzuteilen – auch ohne Worte. Zudem unterstützen die Gebärden den Aufbau eines Sprachsystems und sind somit ganz klar förderlich für die Sprachentwicklung. Viele Angehörige und auch Ärzt*innen befürchten, dass durch die Gebärden eine verbale Sprache weniger genutzt werden würde, dies entspricht jedoch nicht den Erfahrungen oder Ergebnissen entsprechender Studien.

2. Elektronische Sprechhilfen

Wenn Gebärden nicht möglich sind, zum Beispiel wegen motorischer Einschränkungen, helfen elektronische Hilfsmittel.

Diese Geräte können sehr unterschiedlich sein:

  • eine einzelne Taste, die eine aufgenommene Nachricht abspielt
    (z. B. „Ich möchte trinken.“)
  • Hilfsmittel mit mehreren Tasten und Symbolen
  • Sprachcomputer, die ganze Sätze oder Texte erzeugen
  • Geräte, die über Schrift oder Bilder bedient werden

So können Betroffene ihre Wünsche, Gedanken und Bedürfnisse klar ausdrücken.

3. Kommunikation bei neurologischen Erkrankungen

Auch Erwachsene können die Fähigkeit zum verständlichen Sprechen verlieren – zum Beispiel:

  • nach einem Schlaganfall (z. B. bei einer Sprechapraxie (Link einfügen))
  • bei neurodegenerativen Erkrankungen wie ALS

Beispiel ALS

Bei ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) lassen die Muskelkräfte nach – auch im Gesicht und Mundbereich – während die Denkfähigkeit meist vollständig erhalten bleibt.

Hier kann ein Sprachcomputer sehr wichtig sein. Wenn auch die Hände geschwächt sind, gibt es Geräte mit Augensteuerung, die allein durch Blickbewegungen bedient werden.

So bleibt Kommunikation möglich, auch wenn das Sprechen unmöglich wird.

Wie unterstützen wir Sie?

Wir helfen Ihnen:

  • das richtige Hilfsmittel auszuwählen
  • es im Alltag zu nutzen
  • den Antrag bei der Krankenkasse vorzubereiten
  • den Kontakt zu spezialisierten Firmen herzustellen

Durch unsere lange Erfahrung können wir zu einer möglichst zeitnahen Versorgung beitragen. Leider benötigt die Genehmigung durch die jeweilige Krankenkasse oft 2-3 Monate, da es sich immer um Einzelfallprüfungen handelt. Aus diesem Grund kümmern wir uns in der Regel frühzeitig um die Beantragung.

Wir helfen Ihnen weiter!

Zögern Sie nicht uns anzurufen oder zu schreiben und nach einem Termin zu fragen, egal ob zu Hause oder in einer unserer Praxen. Wir tun unser Bestes eine Möglichkeit für Sie zu finden.