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Sprechapraxie

Sprechapraxie: Wenn das Sprechen schwer zu planen ist

Die Sprechapraxie ist eine Störung, die weder ganz zur Sprache noch ganz zum Sprechen gehört.
Sie betrifft nicht die Muskeln selbst, sondern die Planung der Sprechbewegungen im Gehirn.

Das bedeutet: Die Muskeln für Lippen, Zunge oder Kiefer sind stark genug und funktionieren eigentlich – aber das Gehirn kann nicht zuverlässig planen, wie diese Bewegungen ausgeführt werden sollen.

Was bedeutet das im Alltag?

Die Sprechapraxie ist eine Störung der willkürlichen Sprechbewegungen. Das klingt kompliziert, zeigt sich aber sehr deutlich im Verhalten:

Einfache automatische Äußerungen funktionieren – bewusstes Sprechen nicht.

Ein Beispiel:

Ein Mensch mit Sprechapraxie stößt sich den Fuß. Ganz automatisch ruft er: „Aua!“ Wenn man ihn jedoch bittet, „Aua“ bewusst zu wiederholen, ist dies oft nicht möglich – oder das Wort klingt völlig verändert.

Das liegt daran, dass automatisierte Abläufe (wie „Aua“, Zählen oder das ABC) vom Gehirn als feste Muster gespeichert sind und nicht neu geplant werden müssen. Bewusstes Sprechen hingegen erfordert Planung – und genau hier liegt das Problem.

Apraxie betrifft nicht nur das Sprechen

Es gibt auch andere Formen der Apraxie:

Bukkofaziale Apraxie

Hier sind willkürliche Bewegungen im Gesicht gestört. Beispiel:

  • an einem Eis lecken funktioniert
  • aber auf Aufforderung die Zunge herausstrecken gelingt nicht

Handlungsapraxie

Bei dieser Form können alltägliche Handlungsabläufe nicht mehr richtig ausgeführt werden. Der betroffene Mensch ist z.B. nicht in der Lage einen Brief zu versenden oder etwas zu kochen, weil die dafür notwendige Planung der Handlungen nicht gelingt. Sie gehört in den Bereich der Ergotherapie.

Wichtig im Umgang mit Sprechapraxie

Menschen mit Apraxie haben vor allem dann Schwierigkeiten, wenn sie etwas absichtlich ausführen sollen. Daher gilt:

  • kein Druck
  • keine wiederholten Aufforderungen
  • genug Zeit geben
  • Ruhe bewahren

Zu viel Druck verschlechtert die Leistung zusätzlich und sorgt für Frust bei Betroffenen und Angehörigen. Betroffene machen sich oft schon selbst genug Druck – Unterstützung, Geduld und Verständnis sind daher besonders wichtig.

Genau mit diesen Werten können wir Ihnen zur Seite stehen, sollten Sie oder eine Person aus Ihrem Umfeld unter einer Sprechapraxie leiden.

Wir helfen Ihnen weiter!

Zögern Sie nicht uns anzurufen oder zu schreiben und nach einem Termin zu fragen, egal ob zu Hause oder in einer unserer Praxen. Wir tun unser Bestes eine Möglichkeit für Sie zu finden.