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Dysphagie

Dysphagie: Wenn das Schlucken schwerfällt

Der Begriff Dysphagie kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Schluckstörung“. Das heißt: Das Schlucken von Speisen, Getränken oder Speichel funktioniert nicht mehr so, wie es sollte.

Eine Dysphagie kann viele Ursachen haben – zum Beispiel nach einem Schlaganfall, bei neurologischen Erkrankungen oder nach Operationen im Kopf- und Halsbereich. Manchmal ist das Essen betroffen, manchmal aber auch nur das Schlucken von Flüssigkeiten oder Speichel.

Wie funktioniert das Schlucken eigentlich?

Schlucken ist ein sehr komplexer Vorgang, bei dem viele Muskeln und Nerven zusammenarbeiten. Schon eine kleine Störung kann den Ablauf durcheinanderbringen.

Man teilt den Schluckvorgang in vier Phasen ein:

  1. Vorbereitungsphase im Mund: Das Essen wird abgebissen, zerkaut und mit Speichel vermischt. So entsteht der sogenannte Bolus – ein weicher Speisebrei, der leicht zu schlucken ist.
  2. Transportphase im Mund: Die Zunge schiebt den Bolus nach hinten in Richtung Rachen. Dies ist die letzte Phase, die wir bewusst steuern können.
  3. Rachenphase (pharyngeale Phase): Der Bolus gleitet durch den Rachen und am Kehlkopf vorbei. Dabei schützt sich der Körper automatisch, damit keine Nahrung in die Luftröhre gelangt.
  4. Speiseröhrenphase (ösophageale Phase): Der Bolus wird durch Wellenbewegungen (Peristaltik) weiter in den Magen transportiert.

Wenn das Schlucken gestört ist

Wenn eine dieser Phasen nicht richtig funktioniert, kann das Schlucken erschwert oder gefährlich werden. Manche Betroffene husten beim Essen, verschlucken sich oder vermeiden bestimmte Speisen. Andere merken gar nicht, dass Nahrung oder Flüssigkeit in die Atemwege gelangt – das nennt man stille Aspiration.

Wie kann Therapie helfen?

Mit logopädischer Therapie können viele Betroffene wieder sicherer schlucken. Je nach Ursache und Schweregrad arbeiten wir an unterschiedlichen Zielen:

  • Wiederherstellung (restituierend): Muskeln und Bewegungen gezielt trainieren
  • Kompensation: Hilfen einsetzen, um das Schlucken zu erleichtern – zum Beispiel bestimmte Kopfhaltungen oder spezielle Kostformen

Das Ziel ist immer, dass Sie sich möglichst sicher und selbstständig ernähren können. Wenn das Schlucken dauerhaft stark beeinträchtigt ist, kann auch eine künstliche Ernährung nötig werden. Wir beraten Sie dabei gemeinsam mit Ihrem Behandlungsteam und finden den bestmöglichen Weg.

Wir helfen Ihnen weiter!

Zögern Sie nicht uns anzurufen oder zu schreiben und nach einem Termin zu fragen, egal ob zu Hause oder in einer unserer Praxen. Wir tun unser Bestes eine Möglichkeit für Sie zu finden.