Der Begriff Dysphagie kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Schluckstörung“. Das heißt: Das Schlucken von Speisen, Getränken oder Speichel funktioniert nicht mehr so, wie es sollte.
Eine Dysphagie kann viele Ursachen haben – zum Beispiel nach einem Schlaganfall, bei neurologischen Erkrankungen oder nach Operationen im Kopf- und Halsbereich. Manchmal ist das Essen betroffen, manchmal aber auch nur das Schlucken von Flüssigkeiten oder Speichel.
Schlucken ist ein sehr komplexer Vorgang, bei dem viele Muskeln und Nerven zusammenarbeiten. Schon eine kleine Störung kann den Ablauf durcheinanderbringen.
Man teilt den Schluckvorgang in vier Phasen ein:
Wenn eine dieser Phasen nicht richtig funktioniert, kann das Schlucken erschwert oder gefährlich werden. Manche Betroffene husten beim Essen, verschlucken sich oder vermeiden bestimmte Speisen. Andere merken gar nicht, dass Nahrung oder Flüssigkeit in die Atemwege gelangt – das nennt man stille Aspiration.
Mit logopädischer Therapie können viele Betroffene wieder sicherer schlucken. Je nach Ursache und Schweregrad arbeiten wir an unterschiedlichen Zielen:
Das Ziel ist immer, dass Sie sich möglichst sicher und selbstständig ernähren können. Wenn das Schlucken dauerhaft stark beeinträchtigt ist, kann auch eine künstliche Ernährung nötig werden. Wir beraten Sie dabei gemeinsam mit Ihrem Behandlungsteam und finden den bestmöglichen Weg.